Baumschutz


Bäume haben in vielerlei Hinsicht einen unschätzbaren klimatischen und ökologischen Wert. Sie produzieren Sauerstoff und sind für ein intaktes Klima wichtig. Sie dienen als Lärm- und Windschutz sowie Schattenspender.

Bäume haben eine starke Wirkung auf das Orts- und Landschaftsbild. Sie sind ein wichtiges Gestaltungselement und bieten Nistplätze, Nahrung, Lebensraum und Schutz für viele Tier – und Pflanzenarten.

Bäume können durch verschiedene rechtliche Regelungen geschützt sein.
Verfügt das Amt oder die amtsfreie Gemeinde über eine Baumschutzsatzung, so ist sie für die Erteilung einer Fällgenehmigung zuständig.

Liegen die Bäume außerhalb des Geltungsbereichs der Baumschutzsatzung ist durch die Untere Naturschutzbehörde (UNB) die Notwendigkeit einer naturschutzrechtlichen Zulassung zu prüfen.

Für Fällungen von Bäumen ist die Vegetationszeit zu beachten. § 39 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) regelt, dass in der Zeit vom 01.03. bis 30.09. eines Jahres das Abschneiden oder auf den Stock setzen von Bäumen außerhalb des Waldes unzulässig ist.

Für die Fällung in der Vegetationszeit bedarf es einer Befreiung durch die UNB. Im Geltungsbereich kommunaler Baumschutzsatzungen entscheiden die Ämter oder amtsfreien Gemeinden über die Erteilung der Befreiung.

Unabhängig davon, zu welcher Zeit Bäume gefällt werden müssen, sind diese auf Vorkommen von besonders geschützten Tierarten zu untersuchen. Insbesondere können Vögel, Fledermäuse oder holzbewohnende Käferarten in Bäumen ihre Fortpflanzungs- und Ruhestätten haben. Höhlen, Spalten oder Nischen an Bäumen werden teilweise ganzjährig, bzw. wiederholt im Jahr durch Fledermäuse und Vögel genutzt. Die Beseitigung dieser Strukturen durch Baumfällungen ist ganzjährig verboten und bedarf einer Genehmigung der Unteren Naturschutzbehörde.



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Amt für Landwirtschaft und Umwelt
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