Der Landkreis Märkisch-Oderland


Das Höhenland des Kreises gehört zur Ostbrandenburgischen Platte, auf der das Waldhügelland des Oberbarnims, die Märkische Schweiz mit Buckow sowie die Lebuser Platte liegen. Daneben wird das Gesicht des Kreises ganz wesentlich vom Oderbruch geprägt, jener Flussaue an der mittleren Oder, die im 18. Jahrhundert auf Befehl Friedrichs des Großen trockengelegt und neu besiedelt wurde. Die hier angesiedelten Kolonisten aus dem nichtpreußischen Reichsgebiet sowie aus der Schweiz und aus Österreich haben mit ihrer Arbeit den Grundstein dafür gelegt, dass das Bruch bis heute eine der fruchtbarsten Agrarlandschaften Deutschlands ist.

Das Oderbruch und ganz besonders seine Ränder waren schon früh von Menschen besiedelt. Die ältesten Funde stammen aus der Altsteinzeit. Seit etwa 4.500 Jahren ist eine ständige Besiedlung nachweisbar. Dagegen waren die wenig gegliederten Hochflächen von Barnim und Lebus in prähistorischer Zeit weniger dicht besiedelt als das gewässer- und fischreiche Bruch.

Die bedeutenden geschichtlichen Marken sind vielen Menschen bekannt. 

Die Trockenlegung des Oderbruchs ab 1735, die Stein-Hardenbergschen Reformen ab 1807, der Baubeginn der Königlich Preußischen Ostbahn 1848 oder die schweren Kämpfe im Frühjahr 1945 zu denen auch die Schlacht an den Seelower Höhen zählt.

Märkisch-Oderland ist einer der östlichsten Landkreise der Bundesrepublik Deutschland. Er grenzt im Westen an die Bundeshauptstadt Berlin und reicht im Osten bis an die Oder, an der die Republik Polen beginnt. Das heutige Kreisgebiet entstand Ende 1993 durch Zusammenlegung der 1950 bzw. 1952 gebildeten Kreise Bad Freienwalde, Strausberg und Seelow. Es umfasst Teile der alten Landschaften Ober- und Niederbarnim, des Landes Lebus sowie ein kleines Stück der Neumark, die seit 1945 größtenteils zu Polen gehört. Bei der Festlegung der Kreisstadt fiel die Wahl auf das 1252 erstmals erwähnte Ackerbürgerstädtchen Seelow, das bereits seit 1863 Landratssitz des 1950 aufgelösten Kreises Lebus war.