FAQ Zensus 2022

Statistischen Erhebung in der ermittelt wird, wie viele Menschen in Deutschland leben, wie sie wohnen und arbeiten. Ein Projekt zur Personenerhebung, welches alle 10 Jahre durchgeführt wird um die Bevölkerungsanzahl zu ermitteln.

Viele Entscheidungen in Bund, Ländern und Gemeinden beruhen auf Bevölkerungs- und Wohnungszahlen. Um verlässliche Basiszahlen für Planungen zu haben, ist eine regelmäßige Bestandsaufnahme der Bevölkerungszahl notwendig. In erster Linie werden hierfür Daten aus Verwaltungsregistern genutzt, sodass die Mehrheit der Bevölkerung keine Auskunft leisten muss.

Vom Januar 2022 bis Dezember 2022. Stichtag für die Zählung ist der 15. Mai 2022.

Es werden vom Bundesamt für Statistik sogenannte Stichproben generiert. Das bedeutet, dass ein kleiner Teil der Menschen im Landkreis MOL persönlich Auskunft geben müssen. Dies regelt § 23 Abs. 1 Zensusgesetz (ZensG).

Alle Bürgerinnen und Bürger werden vorab mittels Anschreiben kontaktiert. Hier wird ein Termin bekannt gegeben an dem der Bürger zu Hause sein soll um dann vom Erhebungsbeauftragten befragt zu werden.

Bei jedem/er Bürger/in wird von einem Erhebungsbeauftragten (EB) eine Existenzfeststellung durchgeführt, dabei werden 7 Merkmale (Vorname, Nachname, Geburtsdatum, Geschlecht, Staatsangehörigkeit, Familienstand, Wohnsituation) abgefragt, was ca. 5 Minuten in Anspruch nimmt. Ein paar der Bürgerinnen und Bürger erhalten zudem einen Briefumschlag mit Zugangsdaten für eine zusätzliche Online-Befragung. Hier werden Fragen zum Bildung, Ausbildung, Wohnsituation, Arbeitsort, etc. gestellt. Dies ist ganz einfach per Handy, Tablet oder PC möglich.

Erhebungsbeauftragte führen die Befragungen vor Ort durch. Sie besuchen die in der Stichprobe ausgewählten Bürgerinnen und Bürger und erfassen die Daten mit einem (Online-) Fragebogen. Die Voraussetzungen für den Einsatz als Erhebungsbeauftragter sind gesetzlich festgelegt. Alle Bewerber werden von den Erhebungsstellen in den Kommunen nach den festgelegten Auswahlkriterien geprüft und im Zweifel auch abgelehnt. Vor ihrem wohnortnahen Einsatz müssen sie sich gesetzlich auf die Wahrung des Statistikgeheimnisses und zur Geheimhaltung der Erkenntnisse, die sie während und nach ihrer Tätigkeit gewonnen haben, schriftlich verpflichten. Ab dem Zensusstichtag beginnen die Erhebungsbeauftragten mit den persönlichen Befragungen in Haushalten und Wohnheimen aus der Stichprobe und erhalten für ihre Tätigkeit eine Aufwandentschädigung. Ein spezieller Ausweis bestätigt die Rechtmäßigkeit ihrer Arbeit.
Für die Ausübung dieses Ehrenamtes sollten Sie zum Stichtag (15. Mai 2022) lediglich volljährig sein, Ihren Wohnsitz in Deutschland vorweisen können, telefonisch und möglichst per Email erreichbar sein und die Bereitschaft haben, im Frühjahr 2022 an einer eintägigen Schulung teilzunehmen.

Nein, nach Mitteilung des LfStat (Landesamt für Statistik) üben die EB eine ehrenamtliche Tätigkeit aus, für die lediglich eine Aufwandsentschädigung vorgesehen ist, eine Anstellung beim Landkreis ist damit nicht verbunden.

Nein, das LfStat weist darauf hin, dass die Aufwandsentschädigung für ehrenamtlich tätige Erhebungsbeauftragte nach § 20 Abs.3 Satz 2 Zensusgesetz 2022 nicht der Besteuerung nach dem Einkommenssteuergesetz unterliegt.

Laut Mitteilung des LfStat hat ein EB im Schnitt 150 Personen zu befragen (teils nur Personenbefragung, teils Personen- und Gebäudeerhebung).

Ja. Nach Mitteilung des LfStat wird ein empfehlendes Hygiene-Konzept für die EB zur Verfügung gestellt, welches die EB bei Durchführung der Befragungen beachten sollten.

Jedem EB wird ein bestimmter Bezirk zugewiesen. Nach Möglichkeit sollen die EB die Befragungen wohnortnah durchführen können. Dies ist jedoch stark davon abhängig, aus welchen Orten die EB kommen, die sich zur Verfügung stellen.

Nach Mitteilung des LfStat ist die Aufwandsentschädigung – auch ggf. teilweise- bei der Bemessung von Sozialleistungen zu berücksichtigen. Dies hängt im Einzelfall von der Höhe der Leistungen und der Aufwandsentschädigungen ab. Ob und ggf. in welcher Höhe die Aufwandsentschädigung anrechnungsfrei behalten werden kann, ist im Einzelnen bei der zuständigen Leistungsstelle zu erfragen.

Nach Mitteilung des LfStat ist die Wahrnehmung öffentlicher Ehrenämter (Art. 81 Abs.2 Satz 2 BayBG) keine Nebentätigkeit, die Tätigkeit ist aber vor der Aufnahme dem unmittelbaren Dienstvorgesetzten schriftlich anzuzeigen.