Märkisch-Oderland ist der östlichste Landkreis der Bundesrepublik Deutschland. Er grenzt im Westen an die Bundeshauptstadt Berlin und reicht im Osten bis an die Oder, an der die Republik Polen beginnt. Das heutige Kreisgebiet entstand Ende 1993 durch Zusammenlegung der 1950 bzw. 1952 gebildeten Kreise Bad Freienwalde, Strausberg und Seelow. Es umfasst Teile der alten Landschaften Ober- und Niederbarnim, des Landes Lebus sowie ein kleines Stück der Neumark, die seit 1945 größtenteils zu Polen gehört. Bei der Festlegung der Kreisstadt fiel die Wahl auf das 1252 erstmals erwähnte Ackerbürgerstädtchen Seelow, das bereits seit 1863 Landratssitz des 1950 aufgelösten Kreises Lebus war. Die anderen sieben Städte im Kreis sind Strausberg, Bad Freienwalde, Wriezen, Müncheberg, Altlandsberg, Buckow und Lebus. Seit Bestehen des Landkreises steigt die Bevölkerungszahl von Jahr zu Jahr und wird weiter wachsen. Im Jahre 2000 wohnten im Kreisgebiet etwa 189.000 Personen. Die Entwicklung des Bevölkerungszuwachses verläuft im Kreisgebiet allerdings sehr unterschiedlich, da der stärkste Zuwachs in der direkten Randlage zu Berlin zu verzeichnen ist. Das Höhenland des Kreises gehört zur Ostbrandenburgischen Platte, auf der das Waldhügelland des Oberbarnims, die Märkische Schweiz mit Buckow sowie die Lebuser Platte liegen. Daneben wird das Gesicht des Kreises ganz wesentlich vom Oderbruch geprägt, jener Flussaue an der mittleren Oder, die im 18. Jahrhundert auf Befehl Friedrichs des Großen trockengelegt und neu besiedelt wurde. Die hier angesiedelten Kolonisten aus dem nichtpreußischen Reichsgebiet sowie aus der Schweiz und aus Österreich haben mit ihrer Arbeit den Grundstein dafür gelegt, dass das Bruch bis heute eine der fruchtbarsten Agrarlandschaften Deutschlands ist. Das Oderbruch und ganz besonders seine Ränder waren schon früh von Menschen besiedelt. Die ältesten Funde stammen aus der Altsteinzeit. Seit etwa 4500 Jahren ist eine ständige Besiedlung nachweisbar. Dagegen waren die wenig gegliederten Hochflächen von Barnim und Lebus in prähistorischer Zeit weniger dicht besiedelt als das gewässer- und fischreiche Bruch. Alles in allem ist Märkisch-Oderland ein Agrarkreis, in dem es aber auch große Industriebetriebe wie die Zementwerke von Rüdersdorf gibt. Vor den Toren der Bundeshauptstadt gelegen bietet der Landkreis viele Möglichkeiten der Firmenansiedlung und ist verkehrstechnisch gut erschlossen. Im märkischen Oderland liegen landschaftlich reizvolle Gegenden, die von immer mehr Erholungssuchenden entdeckt werden. Beliebte Ausflugsziele sind das Strausberger Wald- und Seengebiet, die Märkische Schweiz mit dem Kneippkurort Buckow, die historische Kur- und Badestadt Bad Freienwalde und auch das Oderbruch mit seinen vielfältigen touristischen Angeboten. Gerade für die gestressten Großstädter bieten sich hier viele Anlaufpunkte, die aus Berlin nach kurzer Fahrt mit dem Auto oder mit den in das Berliner Umland führenden öffentlichen Verkehrsverbindungen erreicht werden können. Für den Gast, der länger im Kreisgebiet verweilen möchte, haben sich die Möglichkeiten der Unterkunft einschließlich einer niveauvollen Gastronomie sowie der medizinischen Betreuung im Rahmen eines Kuraufenthaltes stark verbessert. Darüber hinaus bietet der Landkreis attraktive Kulturstätten, die sich zunehmender Beliebtheit erfreuen. Dazu gehören die Museen und Gedenkstätten der Kultur-GmbH Märkisch Oderland in Bad Freienwalde, Buckow und Seelow, der Museumspark Rüdersdorf sowie das von Schinkel geprägte und umfassend restaurierte Denkmalensemble aus Schloss, Park, und Dorfanlage in Neuhardenberg.
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