Pressemitteilung 40/2025
Seelow, 28.08.2025
Abfall-Check soll zur besseren Mülltrennung in der Gelben Tonne beitragen
Seit längerer Zeit ist die im Landkreis Märkisch-Oderland erfasste Sammelmenge entsorgter Leichtverpackungen überdurchschnittlich hoch. Im Bundesdurchschnitt beträgt die Menge gebrauchter Leichtverpackungen jährlich rund 30 Kilogramm pro Person. Eine aktuelle Analyse zeigt, dass dieser Wert in Märkisch-Oderland mit 40 Kilogramm pro Person deutlich darüber liegt. Erfreulicherweise ist diese Menge zwar durch die Umstellung vom Gelben Sack auf die Gelbe Tonne zum Jahresbeginn 2025 nicht weiter angestiegen. Dennoch liegt die Vermutung nahe, dass die hohe Sammelmenge nicht allein auf ein besonders effektives Trennverhalten zurückzuführen ist. Vielmehr könnten zu einem großen Teil sogenannte Fehlwürfe die Ursache sein, also Abfälle, die fälschlicherweise in den Gelben Tonnen entsorgt werden.
Um die Mülltrennung und die Recyclingfähigkeit der gesammelten Abfälle zu verbessern, wird daher im Landkreis MOL in den kommenden Wochen verstärkt die Befüllung der Gelben Tonnen geprüft. Gleichzeitig soll über die richtige Mülltrennung und das Recycling informiert werden. Die Reclay Systems GmbH als derzeit zuständiges duales System für den Landkreis Märkisch-Oderland im Sinne des Verpackungsgesetzes, die REMONDIS Brandenburg GmbH als beauftragter Entsorger und der Entsorgungsbetrieb Märkisch-Oderland rufen daher gemeinsam zu richtiger Mülltrennung auf und möchten Bürgerinnen und Bürger mit Informationen unterstützen.
Wie verlaufen die Abfallchecks in MOL?
Die Analyse zeigt: Fehlbefüllungen betreffen sowohl Großwohnanlagen als auch Einfamilienhaussiedlungen im Landkreis. Entsprechend werden die Abfallchecks auch in unterschiedlichen Gebieten unmittelbar vor der geplanten Leerung der Gelben Tonnen durchgeführt.
Enthalten die Behälter neben Verpackungsabfällen (die nicht aus Papier, Pappe, Karton oder Glas bestehen) auch Restmüll, Biomüll oder andere Fremdstoffe, werden sie nicht geleert und mit einem Aufkleber versehen, der zu korrekter Nachsortierung bis zur nächsten Leerung auffordert. Sofern die Bürgerinnen und Bürger bzw. die Anfallstelle nachsortiert und das Fehlbefüllte in die dafür vorgesehenen Behälter gibt, werden die Gelben Tonnen bei der folgenden Abfuhr entleert.
Der falsch entsorgte Abfall aus der Gelben Tonne kann entweder in eine schwarze Restmülltonne oder in einen vom Entsorgungsbetrieb Märkisch-Oderland zugelassenen schwarzen Abfallsack umgefüllt und dann mit der nächsten Restmüllabholung gebührenpflichtig entsorgt werden. Außerdem ist eine gebührenpflichtige Anlieferung als Restabfall auf der Abfallumschlagstation in Rüdersdorf möglich. Durch die korrekte Abfalltrennung und die richtige Befüllung der Gelben Tonnen können die Anschlusspflichtigen diese zusätzlichen Gebühren jedoch vermeiden. Werden die Gelben Tonnen wiederholt falsch befüllt, können sie zeitweise auch eingezogen werden.
Richtige Mülltrennung: Einfache Grundregeln
Die Regeln für richtige Mülltrennung sind grundsätzlich einfach und unkompliziert: Alle leeren Verpackungen, die nicht aus Papier, Pappe, Karton oder Glas sind, kommen in die Gelbe Tonne. Das sind zum Beispiel Verpackungen aus Kunststoff, Aluminium, Weißblech oder Verbundmaterialien wie Getränkekartons. Papier, Pappe und Karton werden im Altpapier (blaue Tonne), leere und pfandfreie Einweg-Glasverpackungen nach den Farben Weiß, Grün und Braun sortiert in Glascontainern an zentralen Stellen in den Ortschaften gesammelt.
Verpackungsabfälle dürfen nur lose oder in transparenten Abfallsäcken in die Gelbe Tonne entsorgt werden. Deckel und Verpackungen sowie Verpackungsbestandteile aus unterschiedlichem Material sollten voneinander getrennt und entsprechend eingeworfen werden.
Falsch eingeworfener Abfall erschwert das Recycling der Verpackungen oder macht es sogar unmöglich. Richtige Mülltrennung ist damit ein entscheidender persönlicher Beitrag zum Schutz wichtiger Rohstoffe, des Klimas und der Umwelt. Die fehlerhafte Befüllung der Gelben Tonnen führt außerdem zu steigenden Entsorgungskosten und damit letztlich zu steigenden Produktpreisen beim Kauf von Produkten.
Es wird oft verkannt, dass andere Produkte aus Kunststoff (z. B. Plastikspielzeug) nicht in die Gelbe Tonne gehören, da es keine Verpackungen sind. Erfahrungen aus anderen Städten und Landkreisen, z. B. aus Berlin, können von der Erfassung im Landkreis Märkisch-Oderland abweichen.
Recycelte Verpackungen sind Rohstoffquelle für die Wirtschaft
Verpackungsrecycling hilft Rohstoffe zu schonen. Welchen Beitrag Bürgerinnen und Bürger mit Abfalltrennung dazu leisten, belegt eine Studie des Öko-Instituts. Rund vier Millionen Tonnen Sekundärrohstoffe werden durch Verpackungsrecycling im Jahr erzeugt. Sie sind eine wichtige Rohstoffquelle für die Herstellung neuer Produkte. Auch das Klima profitiert: So spart die Verwertung von Verpackungen aus der Gelben Tonne, aus Glas sowie aus Papier, Pappe und Karton in Deutschland jährlich 1,95 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente ein. Doch noch werden nicht alle Potenziale ausgeschöpft. Entsorgen Verbraucherinnen und Verbraucher ihre Verpackungsabfälle zukünftig konsequent besser, kann die Klimaentlastung bis 2030 von 1,95 auf 2,55 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente steigen.
Kontakt, Auskunft zum Abfallcheck in MOL:
REMONDIS Brandenburg GmbH
E-Mail: werneuchen@remondis.de
Infos zur korrekten Befüllung der gelben Tonne:
abfallberatung-mol.de/leichtverpackungen