
Pressemitteilung 30/2026
Seelow, 19.06.2026
Leichter Rückgang der Abfallmenge in 2025
Im Jahr 2025 ist die im Landkreis Märkisch-Oderland entsorgte Abfallmenge leicht zurückgegangen. So weist es die Abfallbilanz für den Landkreis aus, die der Entsorgungsbetrieb Märkisch-Oderland (EMO) jetzt veröffentlicht hat.
Im vergangenen Jahr hat der EMO als öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger im Landkreis insgesamt rund 68.289 Tonnen Abfälle entsorgt und damit ca. 2.334 Tonnen weniger als im Jahr 2024.
Der Rückgang betraf nahezu alle Abfallfraktionen. So nahm die Menge der gemischten Siedlungsabfälle – das umfasst den Hausmüll aus der kommunalen Sammlung – um etwa 2.179 Tonnen ab. Leicht abgenommen hat auch das Sperrmüllaufkommen (6.618 Tonnen) ebenso wie die Menge an gesammeltem Papier bzw. Pappe (10.011 Tonnen).
Der vom EMO angebotene Containerdienst für die Entsorgung von Siedlungsabfällen, insbesondere bei Grundstücksentrümpelungen und Haushaltsauflösungen, wurde im Vorjahr hingegen häufiger genutzt als in den Vorjahren. Insgesamt 657 Vorgänge hat der EMO im Jahr 2025 registriert. Deutlich gestiegen ist auch die Menge an eingesammelten Elektroaltgeräten, die knapp 846 Tonnen betrug (2024: 629 Tonnen). Dies ist zwar ein neuer Höchststand im Landkreis, dennoch liegt die Sammelmenge von 4,3 kg pro Einwohner noch immer deutlich unter dem deutschen Durchschnitt von 10,8 kg Elektroschrott pro Einwohner und Jahr.
Angestiegen sind außerdem die in der (freiwilligen) Biotonne gesammelten Bioabfälle, die im Kompostwerk Trappenfelde hochwertig vergärt werden. Hier stieg die Gesamtmenge von 9.080 Tonnen im Jahr 2024 auf 9.538 Tonnen im Vorjahr. Damit erfüllt der Landkreis mit 48,3 kg Bioabfall pro Einwohner die vom Land Brandenburg in der Bioabfallstrategie avisierten 30 kg Bioabfall pro Einwohner deutlich. Gestiegen ist auch die Menge der auf der Abfallumschlagstation angelieferten Grünabfälle aus privaten Haushalten, die 437 Tonnen betrug. Hingegen ist die Menge der über die Grünabfallsammlung per Kraftpapiersack und Banderole gesammelten Grünabfälle stark zurückgegangen, die um 279 Tonnen auf 432 Tonnen sank. Hier zeigt sich, dass die Biotonne das bevorzugte Entsorgungssystem für biogene Abfälle geworden ist.
Erhöht hat sich im vergangenen Jahr auch die Anzahl der vom EMO angeschlossenen Gewerbe. Hier stieg die Zahl von 5.173 im Jahr 2024 auf nunmehr 5.404. Alle Gewerbebetriebe im Landkreis sind entsprechend der Gewerbeabfallverordnung zur Überlassung ihrer hausmüllähnlichen Gewerbeabfälle an den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger verpflichtet.
Die Abfallbilanz des Landkreises MOL ist auf der Webseite im Detail nachzulesen.