Polnische Kommunalpolitiker informieren sich über Abfallentsorgung in MOL

Rund 30 Gäste aus der polnischen Wojewodschaft Westpommern informierten sich kürzlich beim Entsorgungsbetrieb Märkisch-Oderland (EMO) zur Organisation der Abfallentsorgung im Landkreis MOL. Die Vertreter aus verschiedenen Kommunen und Institutionen aus dem Nachbarland interessierten sich insbesondere dafür, wie in Märkisch-Oderland der Abfall getrennt, gesammelt und verwertet wird und wie die Finanzierung erfolgt.

Mit EMO-Werkleiterin Angela Friesse, die seit mehr als 30 Jahren die Abfallentsorgung im Landkreis federführend organisiert, hatten sie hierbei eine kompetente Ansprechpartnerin vor Ort. Sie erläuterte den Besuchern die gesetzlichen Grundlagen der Abfallentsorgung und die Aufgaben des EMO als öffentlich-rechtlichem Entsorgungsträger. So erfuhren sie, dass der EMO die Abfälle aus rund 100.000 Haushalten und von den Gewerbetreibenden des Landkreises einsammelt und entsorgt. Dass er sich dabei der Leistungen von drittbeauftragten Unternehmen bedient und selbst keine eigenen Müllwerker beschäftigt, war ebenso zu erfahren.

Einen breiten Raum nahm schließlich die Finanzierung ein. Hier erläuterte Angela Friesse, dass die Abfallentsorgung im Landkreis MOL vollständig über die Gebühren der Nutzer finanziert wird und diese Gebühren vom EMO ausschließlich kostendeckend kalkuliert werden. Die Finanzierung folge dem Verursacherprinzip und setze sich hauptsächlich aus  Grundgebühr, Leistungs-/Leerungebühr und Behälter-gebühren zusammen.

Die Werkleiterin erklärte ebenso die Sammlung der verschiedenen Abfallfraktionen über unterschiedliche Behälter und wie die so gesammelten Abfälle im weiteren Verlauf einem Recycling oder einer Verwertung überlassen werden. Anschließend besuchten die polnischen Gäste die Abfallumschlagstation des EMO in Rüdersdorf. Hier konnten sie hautnah erleben, wie die Abfälle nach ihrer Sammlung für den Weitertransport in die Verwertungsanlagen umgeschlagen werden.